/// Das Leben der Vergessenen zweiter Tagesbericht

/// Das Leben der Vergessenen zweiter Tagesbericht

Die Flüchtlinge im Camp kennen sich. Meist kommen sie aus dem gleichen Stadtviertel und leben schon mehrere Jahre auf dem Grundstück. Uns fällt schnell auf, dass in dem Camp generell überwiegend Familien leben. Die Väter sind in der Regel arbeiten, in Syrien, verschwunden oder häufig gar nicht mehr am Leben.

Nachdem wir uns eine Weile unterhalten haben, führt uns Sirin, unsere Begleitung, zu Fatima. Deren Familie lebt mit einer weiteren Großfamilie in einer gemeinsamen Wohnung, um sich die Mietkosten von 250 USD zu teilen. Die Wohnung besteht aus einem Wohnzimmer, welches auch als Schlafzimmer dient, einer Küche und einem Badezimmer. Trotz ihrer Lebenssituation werden wir umgehend zum Mittagessen eingeladen. Nach ein paar köstlichen mit Schinken, Käse und Oliven gefüllten Fladen ziehen wir weiter.

Schwere Schicksale sind bei den Flüchtlingen nicht selten. Auf dem Rückweg treffen wir den 16 Jahre alten Majed aus Damaskus. Niedergeschlagen erzählt er uns von dem Verlust seines Vaters, der vor seinen Augen erschossen wurde. Da nun der Verdiener in der Familie fehlt, entschloss sich Majed, nach Bar Elias zu ziehen, um hier eine Arbeit zu finden und seine Familie finanziell zu unterstützen. Jetzt arbeitet er bei der Wasserversorgung der Stadt. Da der Verdienst im Libanon erheblich höher liegt als in Damaskus, kann er monatlich einen Geldbetrag zu seiner Familie schicken.

Die Zustände der Lager und die Schicksale der dort lebenden bestätigten unsere Annahmen: Die wirklich Betroffenen befinden sich hier und nicht in Deutschland. Hier sind diejenigen, die mit der großzügigen Flüchtlingspolitik nicht erreicht werden. Diejenigen, die am stärksten von dem Leid des Krieges betroffen sind. Hier leben die Vergessenen.

Die Politik der offenen Grenzen verschlingt gigantische Beträge und ist – wie sich zeigt – ein Fass ohne Boden. Allein für das Jahr 2017 errechnete das Institut der Deutschen Wirtschaft einen Betrag von 50 Milliarden Euro für asylbedingte Kosten.

Einwanderer ohne Aussicht auf Asyl erhalten Unsummen für Integrationsleistungen, für Verpflegung oder teure Unterkünfte, während etliche notleidende Menschen in den Camps gerade noch ihre Lebenskosten aufbringen können und kaum Unterstützung erhalten.

Wenn uns eines an dem Tag klar geworden ist, dann ist es die unfassbare Heuchelei der deutschen Flüchtlingspolitik. Der Besuch machte uns deutlich: Wer es mit der Flüchtlingshilfe tatsächlich ernst meint, hilft vor Ort.

Asylbedingte Kosten aus

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/02/studie-abverkauf-des-dollars-steht-bevor/

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