Damals wie heute: konservative Patrioten, dem Gewissen verpflichtet

Ehre, Gewissen, Liebe zu Volk und Vaterland – die Motive der Verschwörer des 20. Juli 1944 sind heutigen Generationen schwer zu vermitteln. Claus Schenk Graf von Stauffenberg ist sicherlich der prominenteste Vertreter dieser Widerstandsgruppe im nationalsozialistischen Deutschland. Aber welche weiteren Männer waren daran beteiligt und aus welchen Verhältnissen stammten sie? Am Beispiel des Juristen Carl Friedrich Goerdeler zeichnet der Blogger Young-German das Bild eines anderen Deutschlands nach.

„Fleißig, aufrichtig, ehrlich und vor allem gerecht moralische Wertvorstellungen, wie sie tief im deutschen Konservatismus verankert waren. Es war dieses feste Welt- und Deutschlandbild, das ihn früh von den Nationalsozialisten entfremdete und aus ihm einen aufrichtigen Gegner des NS-Regimes machte. Obwohl er im Ersten Weltkrieg kämpfte und vor allem an der Ostfront und später bei Saint Quentin diente und dafür das Eiserne Kreuz erhielt, brach ihn der Krieg nicht. Den Versailler Vertrag empfand er zeitlebens als Demütigung und ungerechte Bestrafung und setzte viel seiner politischen Kraft im späteren Leben dafür ein, den Vertrag zu beiseitigen. In der Zeit der Weimarer Republik wurde er zunächst zweiter Bürgermeister von Königsberg und später Oberbürgermeister von Leipzig. […]
Goerdelers Widerstand gegen die Nationalsozialisten war getragen von seinen tief empfundenen Moralvorstellungen und Werten, die er mit Deutschland verband. Rassismus, Massen- und Völkermord, Bildersturm und das Verbrennen von Wissen gehörten nicht in das Deutschland, das Goethe, Schiller und Humboldt hervorgebracht hatte. Die durch die Nationalsozialisten im Namen des deutschen Volkes begangenen Verbrechen empfand er als große Schande und grässliche Entehrung.“

http://younggerman.com/index.php/2015/08/12/carl-friedrich-goerdeler-im-kampf-fuer-ein-anderes-deutschland/

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