Spitzel aus Leidenschaft

Kürzlich wurde Anetta Kahane noch vom Bund Deutscher Kriminalbeamter für die Verdienste ihrer Organisation, der Amadeu-Antonio-Stiftung, ausgezeichnet. Nun erhebt Hubertus Knabe, Direktor der Gedenkstätte für die Opfer von Kommunismus und politischer Verfolgung in Berlin Hohenschönhausen, schwere Vorwürfe gegen die ehemalige StaSi-Mitarbeiterin.

Er hatte die Gelegenheit, sich genauer mit der Akte der Ex-Spionin zu befassen und konnte so einen tiefen Einblick in ihre Denunziationstätigkeit erlangen. Anetta Kahane war demnach in den acht Jahren ihrer Spitzeltätigkeit wohl weitaus engagierter beim Verrat ihres Umfeldes, als es von ihr bislang eingeräumt wurde:

Laut Akte wurde Kahane im Juni 1974 vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) angeworben, schreibt Knabe. Sie sollte Kontakte zu Ausländern knüpfen, die das MfS als Informanten anwerben wollte. Unter dem Decknamen Victoria lieferte sie Berichte über Freunde und Gesprächspartner. Kahane belastete auch Personen, die 1968 gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings protestiert hatten oder die mit dem Liedermacher Wolf Biermann sympathisierten. Sie beurteilte eine Studentin als politisch ungefestigt und unklar?, einen anderen Gesprächspartner verdächtigte sie, Geheimdienstmitarbeiter zu sein. Von Feiern übermittelte sie akribisch Namen und Tätigkeiten aller Teilnehmer.

Kahane erhielt als Belohnung nicht nur Kaffee, Schnaps, Zigaretten und Kuchen. Das MfS schenkte ihr auch einen goldenen Füllfederhalter und eine Prämie von 200 Mark.?

Kahanes Amadeu-Antonio-Stiftung überwacht im Rahmen einer Taskforce weiterhin die sozialen Netze und denunziert wohlmöglich Menschen mit regierungs- und einwanderungskritischer Haltung. Ebenso wie wir hält Hubertus Knabe die Zusammenarbeit der Regierung mit Kahane für äußerst problematisch.

Das Urteil des Stasi-Experten fällt klar aus: Das Bundesjustizministerium von Heiko Maas wäre gut beraten, die Zusammenarbeit mit ihr zu beenden.?

http://www.focus.de/magazin/kurzfassungen/focus-49-2016-stasi-experte-hubertus-knabe-empfiehlt-bundesjustizministerium-nach-aktenstudium-die-zusammenarbeit-mit-der-chefin-der-amadeu-antonio-stiftung-anetta-kahane-bei-der-internetkontrolle-zu-beenden_id_6285546.html

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